Im Nordischen Zentrum wird gebaut

WSV-DJK Rastbüchl will modernes Funktionsgebäude errichten - Es soll über ein Leader-Projekt verwirklicht werden

In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat den Antrag einstimmig befürwortet, allerdings den Zuschuss der Kommune gedeckelt: Maximal 50 000 Euro will die Gemeinde beisteuern zu dem Projekt, dessen Kosten derzeit grob auf 500 000 Euro geschätzt werden. Noch heuer, so erklärte Bürgermeister Helmut Rührl, solle der Bauantrag gestellt werden. In Jägerbild unterhält der WSV ein Betriebsgebäude. Es wurde Anfang der 1980er Jahre errichtet, hat einen offenen Unterstand und dient als Unterstellhalle für Pisten- und Zeitnahme-Geräte. Nach heutigen Maßstäben sei es nicht mehr zeitgemäß, sagte Bürgermeister Helmut Rührl und nahm damit Bezug auf den Antrag, den Vorsitzender Alois Uhrmann stellvertretend für den WSV-Vorstand bei der Gemeinde gestellt hatte.

In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Getreu dem Motto ,Breitenberg bewegt Dich’ wird in der Gemeinde alles unternommen, um sport- und bewegungsbegeisterten Menschen Winter wie Sommer hervorragende Sportstätten zu bieten. Um diesem Anliegen auch in unserem Verein weiterhin gerecht zu werden, ist es für uns dringend erforderlich, die Infrastruktur im Nordischen Zentrum an die gesteigerten Anforderungen der letzten Jahre anzupassen.“ Dort trainieren Uhrmann zufolge vier- bis siebenmal pro Woche 50 bis 60 Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 19 Jahren mit bis zu zwölf Trainern. Auch ganze Schulklassen, darunter jene der Sportmit- telschule Hauzenberg, werden im Nordischen Zentrum an Langlauf und Sommerbiathlon herangeführt. Um den Sportlern ein vernünftiges Umfeld zu bieten, will der WSV nun ein zeitgemäßes Multifunktionsgebäude errichten. Weil dies mit Hilfe von Leader-Fördermitteln finanziert werden soll, muss es in Holzständerbauweise ausgeführt werden. Geplant sind ein Multifunktionsraum, der für Besprechungen, Training oder Kurse ebenso genutzt werden kann wie als Aufenthaltsraum zum Aufwärmen; außerdem eine kleine Küche mit Essmöglichkeit, Toiletten und ein Lagerraum für Geräte und Zubehör. Wenn der Neubau als Leader-Projekt abgewickelt wird, werden 50 Prozent der Kosten als EU-Förderung gewährt, zehn Prozent müsste die Gemeinde zahlen, den Rest übernimmt der Landkreis Passau. Dieser hat Helmut Rührl zufolge eine zusätzliche Zuwendung in Höhe von 300 000 Euro erhalten. Um sich dieses Geld für den Neubau in Jägerbild zu sichern, müsse nun ein Grundsatzbeschluss gefasst werden, sagte Rührl im Gemeinderat. Dessen Mitglieder standen dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber, hakten aber nach, wie die Erschließung mit Wasser und Abwasser erfolgen solle und mit welchen Gesamtkosten zu rechnen sei. An dieser Stelle erhielt Michael Krinninger, der zusammen mit einigen Vorstandsmitgliedern des WSV an der Sitzung teilnahm, Rederecht. Er erklärte, dass die Planung noch nicht vollends ausgereift sei. „Wir wollten zunächst einen Entwurf präsentieren, um das Projekt in Gang zu bringen“, sagte er. Bekomme der Verein das Okay desGemeinderates, werde die Planung vorangetrieben, würden die Wasser- und Abwassersituation sowie die Frage der Beheizung und weitere Details geklärt. „Für uns ist wichtig zu wissen, ihr steht generell dahinter“, sagte Krinninger.

Das tut das Gremium, wenngleich manch einer skeptisch ist hinsichtlich der Wasserversorgung und nicht alle sich mit dem viereckigen, modernen Baukörper anfreunden können. Aber das Gremium war sich einig, die Gelegenheit, 50 Prozent der Kosten als Förderung zu bekommen, auf jeden Fall zu nutzen. Damit die Gemeinde aber nicht plötzlich viel mehr als erwartet beisteuern muss, einigte sich das Gremium, die Kosten zu deckeln: Maximal 50 000 Euro will die Kommune zahlen, auch an den laufenden Kosten muss sie sich nicht beteiligen. Diese werde der Verein tragen, an der Gemeinde werde nichts hängenbleiben, versicherte Michael Krinninger. Nach dem einstimmigen Ja bedankte er sich im Namen des WSV beim Gemeinderat.

 

Bildtext: Ein moderner rechteckigerBaukörper in Holzständerbauweise mit großzügigen Glasflächen: So sieht der erste Entwurf für das Multifunktionsgebäude aus, den der WSVDJK Rastbüchl den Antragsunterlagen beigefügt hatte. Der Neubau soll ein altes Betriebsgebäude aus den 80er Jahren ersetzen.

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