Drescherfest im Webereimuseum Breitenberg am Sonntag, 3. September 2017

Auf den Feldern ums Webereimuseum wurden auch heuer wieder Winterkorn und Hafer angebaut, die in den letzten Wochen nach alter Art geerntet wurden. Mit der Sense geschnitten, gebunden und geböckelt wurde dann das trockene, reife Getreide in den Stadel eingefahren, damit es am Sonntag mit der Maschine und mit den Dreschflegeln gedroschen werden kann.

Zum Maschinendreschen braucht man schon eine Menge Leute: den Maschinisten, der für die Dreschmaschine und den alten „Sendlinger“-Motor verantwortlich ist, einen, der die Garben vom Wagen auf die Dreschmaschine wirft, zwei Frauen, die auf der Bühne oben auf der Dreschmaschine oben die Garben aufschneiden, einen der die Getreidehalme langsam und geordnet in die Maschine steckt; dazu noch Frauen, die mit gedrehten Strohbändern das gedroschene Stroh zu Bündeln binden.

Bei diesem Drescherfest wird auch gezeigt, wie man vor der Einführung der Dreschmaschine die Getreidekörner aus den Ähren holte: Vier Männer und Frauen schlagen mit Dreschflegeln die Körner aus. Dabei werden die Troadgarben auf der Tenne mit den Ähren nach innen kreisförmig angelegt und dann schlagen die Drescher in gleichmäßigem Rhythmus auf die Ähren ein, so dass die Körner herausspringen.

Beim Drescherfest gibt es natürlich wieder eine gute Brotzeit, Speck- und Presssackbrote, Erdäpfel- und Topfenkäse, Kaffee und Kuchen, aus dem alten Backofen frisches Bauernbrot und in der Museumsküche werden schmackhafte Schmalzkrapfen gebacken, die Kindertanzgruppe des Trachtenvereins „d´Berglandla“ zeigt alte Volkstänze und im Museumsstadel spielt eine zünftige „Musi“ auf.

Außerdem können die verschiedenen Museumsgebäude besichtigt werden und dem Handweber über die Schulter geschaut werden. Für die Kinder wird ein eigenes Museumsprogramm geboten.

Regnet es aber am kommenden Sonntag, wird im Breitenberger Webereimuseum am nächsten Sonntag, 10. September gedroschen.

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