Übergabe des Friedenslichts in der Breitenberger Pfarrkirche am 24.12.2011
02.01.2012 (09:57)
Am "Heiligen Abend" feiern die Christen die Geburt des Erlösers, der das Licht und den Frieden bringt. Ein Symbol dafür ist das "Friedenslicht". Entzündet in der Geburtsgrotte in Bethlehem soll es den Menschen Zuversicht und Trost spenden. Für Kreisbrandrat Josef Ascher war es heuer ein besonderes Erlebnis, die Pilger bis ins "Heilige Land" in Israel zu begleiten und mitzuerleben, wie die elfjährige Schülerin Sarah aus Munderfing das Friedenslicht entzündete.
Dieses Jahr jährte es sich zum 20. Male, dass die Feuerwehr in Aigen an die Kameraden in Breitenberg dieses Licht weiterreicht. Die Freundschaft der Feuerwehren hatte 1992 diese Idee entstehen lassen. Am Vormittag des Heiligen Abends überbrachte eine Abordnung der Aigener Wehr am Grenzübergang Hinteranger-Breitenberg das Licht aus Bethlehem. Kommandant Kurt Schopper entzündete damals mit dem Friedenslicht die Kerze des inzwischen verstorbenen Vorstands der Wehr Breitenberg, Josef Hainzl. So nahm die Geschichte ihren Lauf. Den Schlagbaum an der Grenze gibt es inzwischen nicht mehr. Aber die Tradition behielt man über die Jahre hinweg bei. Viele Bürger freuen sich über diesen Brauch.
Zum Jubiläum dieses besonderen Akts der Freundschaft begrüßte der Vorsitzende der FF Breitenberg Erich Sageder zahlreiche Ehrengäste wie Landrat Franz Meyer, Bürgermeister Helmut Rührl, Bezirkshauptfrau Dr. Wilbirg Mitterlehner aus Rohrbach, Kreisbrandrat Josef Ascher, Bezirkskommandant Erich Nößlböck aus Rohrbach, Kurt Schopper, Kommandant aus Aigen und viele andere. Bis zum letzten Platz war die Pfarrkirche St. Raymund mit den Abordnungen der Feuerwehren und der Bürger besetzt. Die Blaskapelle Breitenberg gab der Veranstaltung musikalisch einen feierlichen Rahmen.
Pfarrer Wolfgang Hann zelebrierte mit dem Abt des Stiftes Martin Josef Felhofer den Wortgottesdienst. Dieser formulierte seine Freude darüber, dass dieses Zeichen des Friedens von Hand zu Hand, von Mensch zu Mensch gehe, und ermahnte, "auf die Flamme in uns sorgsam zu wachen". Abt Felhofer lud dazu ein, es wie Gott zu machen, Mensch zu werden und sich der Gefahr zu erwehren, dass die Flamme ausgelöscht werde, ob im krisengeschüttelten Bethlehem oder direkt vor der eigenen Haustür. "Eine Kerze erhellt niemals einen ganzen Raum, sie kann nicht die ganze Dunkelheit vertreiben, aber sie kann eine Lichtquelle zur Orientierung sein und ein Gefühl der Geborgenheit und Wärme vermitteln".
Nach verschiedenen Ansprachen der Ehrengäste wurden die einzelnen Laternen feierlich entzündet, die Feuerwehren sorgten dafür, dass das Licht Einzug hielt in die Häuser und in die Herzen der Menschen im weiten Umkreis.


