Neue Krippenplätze in Breitenberg - Umfangreiche Umbaumaßnahmen im Kindergarten
20.02.2012 (14:03)
Kinder sind das größte Kapital in der Gesellschaft. Sie zu fördern und pädagogisch sinnvoll auf das Leben vorzubereiten wird immer wichtiger. Viele Mütter und Väter nutzen daher das Angebot nach der Elternzeit den Nachwuchs in „Kinderkrippen“ gut aufgehoben zu wissen. Derartige Krippenplätze hat man jetzt auch in Breitenberg geschaffen. Laut Gesetz muss jede Gemeinde solche Plätze zur Verfügung stellen. Dazu musste man auch im Breitenberger Kindergarten nicht nur intern umstrukturieren. Man musste auch bauen, um die vorgegebenen Richtlinien zu erfüllen. Derzeit besuchen sieben Kinder die Gruppe für die ganz Kleinen bis drei Jahre, zwei-, drei- oder fünfmal die Woche. Insgesamt sind es 15 Jungen und Mädchen, das heißt acht ältere Kinder sind mit von der Partie, denn nur so kann momentan die Mindestanzahl für eine Gruppe erreicht werden. Sollte die Nachfrage steigen, könne man mehr Krippenplätze beantragen und bewilligt bekommen.
Um dies alles zu bewerkstelligen, haben sich Kindergartenleiterin Berta Kloiber und Architekt Ludwig Bauer oft an einen Tisch gesetzt, Baupläne geschmiedet und studiert. So entstanden ein Schlafraum, neue sanitäre Anlagen, ein Wickel- und Baderaum sowie ein großzügiger Spielraum mit kleiner Küche und Galerie. Ein separater Eingang sorgt für die nötige Ruhe bei der Ankunft, für die Kinderwägen gibt es einen extra Abstellbereich. Bauer war es wichtig, dies alles harmonisch in die bereits vorhandene Architektur einzufügen. Farbkonzepte und Ausstattung wurden gezielt angepasst. Da Sicherheit immer gewährleistet werden muss, hat man natürlich auch in diesem Bereich viele Vorkehrungen getroffen. Klemmsperren in den Türen und zusätzliche Gitterstäbe im Treppengeländer wurden angebracht. Berta Kloiber und die Gruppenleiterin Gabi Stockinger freuen sich über die Möglichkeit, die Kleinen spielerisch mit besonderen pädagogischen Mitteln und viel natürlichen Materialien zu begeistern. „Die Kinder sollen ihren Tastsinn erforschen, sich und andere spüren und erkennen, der soziale Aspekt ist auch sehr wichtig“ erklären die Leiterin und ihre Erzieherinnen. Besonders der Kuschelkorb im Schlafbereich hat es den Kindern angetan. Dicht an dicht schmiegen sich die kleinen Körper in das Fell, ein Bilderbuch oder ein Kuscheltier leistet dabei Gesellschaft. Finanziell hat man diesen Kraftakt durch Fördergelder und Mitteln aus der Gemeindekasse geschultert. „Insgesamt wurden 71.000 Euro für Umbau und Einrichtung veranschlagt, gebraucht werden voraussichtlich aber nur 68.000 Euro, 62 % der Summe wird durch staatliche Mittel abgedeckt“, versichert Bürgermeister Helmut Rührl. Gemeinsam mit Pfarrer Wolfgang Hann machte er sich bei einem Rundgang ein genaues Bild von den neu entstandenen Räumen. Abgeschlossen ist das Vorhaben noch nicht, der Spielplatz wird noch angepasst. Damit sich alle der insgesamt 71 Kinder in ihrem Kindergarten wohlfühlen, haben sich viele Hände auch in der Freizeit nützlich gemacht. In Anbetracht des demographischen Wandels muss man eben mit der Zeit gehen und daher lohnt sich diese Investition, da sind sich die Beteiligten sicher.
Foto: Daniela Otte


